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Warum fühle ich mich nicht schön?

  • 5. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Stil, Wahrnehmung und Wirkung erklärt


Wie oft klicke ich im Onlineshop auf Kleider, bei denen ich überzeugt bin, dass sie mir stehen. Und wie oft denke ich zu Hause: Computer says no!

Es sind nicht einmal Größe, Schnitt oder Farbe. Das bekomme ich hin. Was fehlt, ist die Wirkung. Und genau hier beginnt meine Verunsicherung. Wenn alles objektiv passt, bleibt nur eins: Es liegt an mir.


Und während mich das kränkende Gefühl beschleicht, nicht schön genug zu sein, frage ich mich, ob das, was wir als schön empfinden, vielleicht gar nicht das ist, was wir zu empfinden glauben.


Outfit aus blauer Bluse und Hose mit Snake-Print.
Mehr Neee als Yeah. Manche Outfits fühl ich einfach nicht. Liegt's an mir oder ist das, was wir schön empfinden, vielleicht gar nicht das, was wir zu empfinden glauben?

Schönheit ist stimmige Wahrnehmung 

Während wir viel über individuelle Schönheit reden, uns versuchen von Idealen zu lösen und die Individualität der Einzelnen feiern, wird jede Umkleidekabine zum Endgegner. 


Was als Versprechen auf der Puppe haftet, wird hinter dem Vorhang zur Krisenintervention. Eine passende Größe oder Farbe verhindern nicht, dass hier eine Geschichte erzählt, in der wir keine Rolle haben.


Um zu verstehen, warum wir Unstimmigkeit mit fehlender Attraktivität verwechseln, müssen wir schauen, wie wir Schönheit wahrnehmen.


Bevor wir unsere Wahrnehmung erklären, hat unser Instinkt bereits bewertet - ein Impuls auf der Suche nach Resonanz. Alles was lesbar und verständlich erscheint, erklärt unser Nervensystem bereitwillig zu Wohlgefallen. Es entsteht ein Gefühl von Stimmigkeit und Harmonie. 


Gestalterische Objekte, die sich harmonisch aneinanderfügen und ohne Widerspruch ergänzen machen auch Schönheit damit zu nichts anderem, als zu wahrgenommener Stimmigkeit.


Das gilt für Kunst, genauso wie für Architektur, Design oder Mode. 


Mode ist nie isoliert

Während wir Kunstobjekte oder Monumente isoliert betrachten können, ist Mode ein Konstrukt zwischen Mensch und Gestaltung. 


Dort entsteht Stimmigkeit nicht aus einem Objekt, sondern aus mehreren Ebenen gleichzeitig. Gesicht, Körper und Kleidung werden nicht getrennt wahrgenommen, sondern als Zusammenspiel.


Am deutlichsten Spüren wir das vor dem Ganzkörperspiegel. Konnten wir unser Gesicht eben noch isoliert betrachten, unseren Körper als eigenen Teil nennen, fehlt uns beim Endergebnis die Verbindung. Die einzelnen Teile sind kein gemeinsames Bild.


Reduzierter Look in Dunkelblau vor dem Spiegel.
Treffen die Linien, Spannungen und Proportionen meines Gesichts auf die meines Outfit?

Was uns schön erschien, ist auf einmal nicht schön genug. Oder anders: Über das Outfit scheint etwas verbunden, was nicht zusammengehört. Der Fehler liegt also nicht im einzelnen Teil, sondern in der fehlenden Verbindung zwischen ihnen.


Linien, Spannungen oder Kontraste, die für sich genommen funktionieren, treffen hier auf eine Wirkung, die eine andere Sprache spricht.


Was wäre, wenn wir beginnen, unser Gesicht als Bestandteil unseres Outfits zu denken? Nicht als Detail, sondern als Ausgangspunkt, von dem aus alles andere gelesen wird.


Das Gesicht als Ausgangspunkt der Wahrnehmung 


Das Gesicht ist Zentrum unserer Wahrnehmung. Der erste Blick, der erste Kontakt, das erste Gefühl sammeln sich dort, wo wir die meisten Informationen finden. 


Ein unerlässlicher Ankerpunkt für eine stimmige Wahrnehmung. 


Alles, was wir danach sehen, ordnet sich diesem ersten Eindruck unter oder widerspricht ihm. 


Kleidung wird deshalb nicht isoliert bewertet, sondern im Verhältnis zu dem, was wir bereits im Gesicht gelesen haben.


Gestalterisch betrachtet, besteht jedes Gesicht aus Linien, Proportionen, Spannungen und Kontrasten. Die daraus entstehende Wirkung prägt sowohl unsere eigene Wahrnehmung als auch die der anderen. 


Wenn wir davon ausgehen, dass einige Wirkungen stärker sind als andere, lassen sich unterschiedliche ästhetische Züge definieren, auf die wiederum Kleidung unterstützend oder störend wirkt.


Wenn sich diese Wirkungen benennen lassen, wird Gestaltung greifbar. Denn erst wenn wir verstehen, was wir sehen, können wir gezielt darauf reagieren.


Nicht mehr als Gefühl, sondern als etwas, das sich bewusst aufgreifen und übersetzen lässt.


Genau hier setzt meine Methode Face your Style an:


Sie übersetzt die Wirkung deines Gesichts in konkrete Stilentscheidungen – für ein stimmiges Gesamtbild.



Die Methode Face your Style als Ansatz, wie Kleidung wirkt

Konkret übersetzt die Methode Face your Style unsere unterschiedlichen Züge in Stilmerkmale in Form von Schnitten, Farben, Materialien und Details.


Mit Hilfe eines klaren Prinzips wird mit drei Stiltypen ein Outfit erstellt, welches sich am Gesicht orientiert und harmonisch in die Gesamtwirkung einfügt. 


Ein Outfit, dessen Geschichte sich so liest, als wäre die Trägerin gleichzeitig Autorin.


Weg von Idealen in der Schönheit

Wenn Ästhetik im Kern nichts anderes ist, als vom Auge wahrgenommene Stimmigkeit, dann sind unsere Gesichter keine Vergleichsobjekte mehr, sondern Ausgangspunkt für Gestaltung. 


Kein zu groß, zu klein, zu markant, zu flach, breit oder falsch.


Nur Linien, Spannungen, Kontraste und Proportionen zueinander, die harmonisch und ästhetisch im Ganzen aufgegriffen werden können.


Und damit verschiebt sich der Blick: Weg von der Frage, ob wir schön genug sind,  hin zu der, ob das, was wir tragen, uns überhaupt entspricht.


Erst wenn Outfit und Gesicht zusammenwirken, entsteht genau das, was wir als schön wahrnehmen.


Wenn du das für dich konkret verstehen und umsetzen möchtest, analysiere ich deine Wirkung und übersetze sie in einen individuellen Stil.


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